Sonntag, 16. Mai 2010

Neues Auto

Mein altes lila Auto hat sich in der letzten Zeit als extrem unzuverlässig herausgestellt. Nicht nur dass es die armen Autofahrer hinter mir an jeder Ampel beim Anfahren in einer Nebelwolke zum Blindflug herausgefordert hat und der Meinung war, dass ich ein funktionierendes Radio sowieso nicht benötige, hatte es sich neulich überlegt einfach mal das Fahrerfenster zur Rebellion anzustiften. Es ließ sich in keiner Form mehr bewegen - aber da will ich mich ja mal nicht beschweren, denn es hätte ja auch komplett in der Tür verschwinden können... Dieser letzte Streich führte dann dazu, dass ich an jedem Parkhaus immer schön die Tür öffnen durfte um ein Ticket zu ziehen oder mein Parkticket an der Ausfahrt in die Maschine zu stecken. Natürlich waren alle hinter mir der Meinung, ich könnte leider nicht gut genug Auto fahren um präzise an den Ticketautomaten heranzumanövrieren... Egal, man gewöhnt sich an alles, vor allem wenn das Auto sagenhafte 237.000 km gefahren ist - 37.000 davon mit mir! Das wäre alles nicht so schlimm und durchaus noch eine Weile zu ertragen gewesen, hätte sich mein Auto nicht letzte Woche überlegt, auf dem Weg zur Arbeit im zweispurigen Harbour Tunnel mal geschmeidig sämtliche Lichter aufleuchten zu lassen und zu bocken wie ein sturer Esel! Entscheidend war das gelbe Licht: "Check Engine". Geistig hatte ich mich schon darauf eingestellt, mit einer Panne den Hass sämtlicher Autofahrer im Berufsverkehr auf mich zu ziehen, aber irgendwie hat es das Auto dann doch wieder bis zur Arbeit geschafft. Nur hatten wir somit ein Vertrauensproblem in unserer ohnehin nicht ganz unkomplizierten Beziehung. ;) Nicht mit mir!!!

Gestern habe ich mir dann ein neues Auto gekauft - wieder einen Hyundai Excel, nur diesmal in blau und mit nur 113.000 km auf dem Tacho. Gut dass ich Andy und Amador überreden konnte mit mir Autos anzuschauen. Schließlich habe ich keine Ahnung worauf man achtet bzw. wie das, worauf man achtet, in der Praxis aussieht. Ich hatte 4 Autos online gefunden, 3 davon waren noch zu haben als ich die Eigentümer anrief und so standen eigentlich auch 3 Probefahrten auf dem Programm. Autokauf ist allerdings für mich überhaupt kein Einkaufserlebnis und somit war ich mehr als zufrieden als sich das erste Auto, was ohnehin mein Favorit war, als brauchbar herausstellte. Kurz verhandelt: von 2900 auf 2500 Dollar runter und ab damit nach Hause... Es hätte kaum weniger schmerzhaft sein können. Den Jungs bin ich natürlich ewig dankbar. Nun muss ich nur noch den ganzen Papierkram erledigen: Auto ummelden, Versicherung umschreiben und natürlich meine alte Karre irgendwie loswerden. Ich will mal schwer hoffen, dass sich ein Schrottplatz findet, der meine lila Kutsche hier vor der Haustür abholt und auf Nimmer-Wiedersehen mitnimmt. Armes Auto, wenn es wüsste was ihm bevorsteht...

Heute habe ich mit den Mädels einen kleinen Road Trip nach Palm Beach gemacht und so weit fährt sich der neue Wagen gut. Daumen drücken dass das auch so bleibt... Anke, Charlotte und ich haben diesen wunderschönen Wintertag genutzt um an die ganz nördliche Spitze von Sydney auf der anderen Hafenseite hochzufahren. Eine nette Strecke, ein schöner Strand und wir hatten das Glück, dass die Sonne mal wieder so angenehm schien dass wir unser Mittagessen im T-Shirt zu uns nehmen konnten... im Winter! So lasse ich es mir gefallen...

Montag, 10. Mai 2010

Kälte

Wie ich sehe ist es erst eine Woche her dass ich die Gelegenheit genutzt und mich noch mal 2 Stunden an den Strand gelegt habe... Gut so, denn mittlerweile ist es echt kühl. Tagsüber geht es dank der Sonne noch, aber die angeblichen 20-22° fühlen sich auch nicht mehr so warm an und ich musste erst mal wieder bei Esprit zuschlafen und mich mit Pullis eindecken. Nachts ist es mittlerweile bitterkalt und ich schalte jeden Abend meine Heizdecke an damit ich einschlafen und nicht den Erfrierungstod sterben muss. Morgens ist es entsprechend schwierig sich aus dem Bett zu schälen, weshalb ich auch gerade hier sitze und einen Eintrag tippe anstatt mich ins Badezimmer zu schwingen.
Gestern Abend war ich mit Charlotte in Newtown und durften Ross Noble im Enmore Theatre erleben. Wer ihn nicht kennt, soll wissen, dass es sich um einen nordenglischen Comedian handelt, der mit einer Australierin verheiratet ist. Sehr witzig und unglaublich flexibel - er hat so ziemlich alles aufgenommen, was das Publikum ihm entgegengeworfen hat. Da kann man echt nur staunen über so viel Standup-Comedy-Talent. Viele Comedians werden ja dann langweilig, wenn sie spontan was auf die Beine stellen müssen. Er läuft dann erst zu Höchstform auf. Sehr empehlenswert!

Sonntag, 2. Mai 2010

Schwimmen im Spätherbst

Wunderschönes Wetter hatten wir heute! Es war keine Wolke am strahlendblauen Himmel zu sehen und mit 26° hätte es heute auch ein Sommertag sein können. Charlotte und ich haben uns auf den Weg nach Bondi gemacht um dort den Sonntagsmarkt unsicher zu machen - immer schön an den Klippen entlang mit toller Sicht aufs Meer und Coogee. Traumhaft! Auf halbem Wege haben wir so viele Leute im Meer schwimmen und schnorcheln gesehen, dass auch wir auf einmal Lust hatten schwimmen zu gehen. So sind wir also nur bis Clovelly gelaufen und umgekehrt um schnell noch Schwimmsachen zu holen und uns in Coogee an den Strand zu fläzen. Gute zwei Stunden haben wir uns gesonnt und wir konnten sogar noch im Meer schwimmen gehen. Vielleicht zum letzten Mal bevor der Winter kommt?!

Sonntag, 25. April 2010

Urlaub in Fiji

War schon mal wer im Südpazifik? Außer Captain Bligh und den Bounty-Meuterern? Ich jedenfalls nicht und daher wird es mal Zeit. Fiji ist das Reiseziel Nummer 1 der Australier, weil es doch tatsächlich günstiger ist dort Urlaub zu machen als im eigenen Land. Schon bedenklich, aber leicht nachzuvollziehen, weiß ich doch aus erster Hand was ein Urlaub in Australien kosten kann... Somit habe ich beschlossen, einen Teil des kalten Winters in Fiji zu verbringen und plane derzeit fleißig mit Anke. Wir werden Mitte August für 2 Wochen rüberfliegen, zunächste 4 Tage eine kleine Bootstour um die Yasawa-Inseln westlich der Hauptinsel machen und nachts in kleinen Hütten am Strand schlafen. Anschließend fliegen wir auf die zweitgrößte Insel und wohnen in einem kleinen Bed & Breakfast. Wir haben Aussicht aufs Meer und können jederzeit schnorcheln gehen. Die Tauchbasis und ein kleiner Hafen sind ebenfalls nicht weit... Ich freue mich schon sehr, dem australischen Winter zu entkommen!

Samstag, 24. April 2010

Randnotiz

Irgendwie werden meine Einträge hier immer weniger. Heißt daß, daß auch hier in Sydney für mich endlich der Alltag eingekehrt ist oder daß ich einfach wie immer saubeschäftigt bin? Wenn ich nicht die liebe Kerstin hätte, die mich immer wieder daran erinnert daß ich meinen Blog vernachlässige, würde ich mir gar keine Zeit mehr dafür nehmen. Vielen Dank fürs regelmäßige Anstupsen. :) Es wäre doch schade wenn ich aufhören würde zu schreiben, passiert doch noch immer so viel hier, was sich mit Euch allen zu teilen lohnt. Ich gelobe Besserung und setze mich morgen mal dran - da gibt es so einiges zu berichten. Doch nun geht's los zum Boxen und später dann shoppen und Spieleabend. Viele liebe Grüße an alle Blogleser!

Samstag, 3. April 2010

Ostern

Eierfärben war das große Thema, das ich nicht mehr aus dem Kopf kriegen konnte. Die deutschen, holländischen und belgischen Freunde wussten wovon ich sprach und waren auch gleich Feuer und Flamme... Der gemeine Australier hingegen hat für so was weder Verständnis noch Produkte, die man käuflich erwerben könnte! Glatte 3 Stunden bin ich durch diverse Shoppingmalls getigert um mal genau nichts Brauchbares zu finden - außer Speisefarbe. Natürlich habe ich die sicherheitshalber mal mitgenommen, wusste allerdings nicht dass ich auch 2 l Essig pro Farbe benötigen würde, wie ich später herausfinden sollte als ich mich an die Recherche über Google gemacht habe. Tolle Wurst, also wieder los um den blöden Essig zu kaufen mit dem Ergebnis dass die Eier sich doch nicht färben ließen. Unser Eierfärben war also weniger erfolgreich, aber wir hatten einen schönen Ostersamstag, den wir gemeinsam bei uns zu Hause über dem ein oder anderen Bierchen verbracht haben. Am Sonntag dann waren wir in unserer alten Stammweinbar, Gazbeo, in Potts Point zum Mittagessen verabredet und hatten einen weiteren tollen Tag bei strahlendem Sonnenschein. So lässt es sich leben!

Samstag, 27. März 2010

Easter Feast bei David und Elio

Am Wochenende vor Ostern, also eine Woche früher als gewöhnlich, fand das alljährliche Easter Feast bei David und Elio auf dem Programm. Schon letztes Jahr war ich über Anke eingeladen und dieses Jahr durfte ich wieder vorbeikommen und Charlotte mitbringen. Leider hatte ich auch am Nachmittag noch ein Spiel meiner Damenmannschaft, was sich hier aber auf 4 Sätze Doppel beschränkt, so dass es dann doch nicht so viel Zeit in Anspruch nahm. Schade war es trotzdem, denn die Leute sind immer super nett und das Essen ist einsame Spitzenklasse. Elio ist gebürtiger Sizilianer und gelernter Koch. Morgens fährt er dann schon zum Fischmarkt und kauft frische Zutaten um dann all seine Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Wir müssen einfach nur Wein mitbringen und 30-40 Dollar um die Kosten zu decken. Dann wird geschlemmt: Austern natur, Austern mit Seetang, Austern Kilpatrick, Garnelen auf Salat mit Cocktailsauce, Muscheln auf dreierlei Art zubereitet, mindestens 3 verschiedene Pastasorten mit Flusskrebs, Garnelen oder Muscheln, diverse Monsterfische schonend im Ofen gegart mit frischen Kräutern und und und... Einfach unschlagbar! Ich musste nach der Vorspeise zum Tennis abdampfen und als ich zurückkam waren alle schon ziemlich vollgefressen so dass ich den halben Monsterfisch alleine futtern konnte. Dann wurden einige Gäste übermütig und haben sich entschieden nackt im Pool schwimmen zu gehen. Ich bin zwar noch gefahren und war damit weder übermütig noch betrunken, aber es geht doch nix über nackt in der Dunkelheit im Pool schwimmen! Da bin ich doch dabei...