Dienstag, 2. Oktober 2007

Kangaroo Island, 2. Tag - Kelly Hills Cave, Remarkable Rocks und Admiral's Arch

Der zweite Tag meiner Inseltour führte mich in eine bemerkenswerte Höhle voller Tropfsteinformationen. Die Kelly Hills Cave, benannt nach einem Pferd, das vor Urzeiten durch ein Loch in die Höhle gefallen ist und sie somit entdeckt hat. Noch vor einigen Jahren führte der Besucherzugang über eine einfache Leiter etwa 10 Meter in die Tiefe, heute führt eine steile Treppe deutlich komfortabler hinab in die Dunkelheit. Die sehr interessante Führung dauerte etwa 45 Minuten und es ist erstaunlich, welche Tropfsteinformen sich im Laufe der Zeit bilden. So etwa haben sich neben unzähligen "normal" gewachsenen Stalagniten und Stalagtiten auch das Bein einer Ballerina sowie eine seitlich gedrehte hakenförmige Formation gebildet.

Was ich vorher leider nicht wusste ist, dass auch Adventure Caving angeboten wird, eine 2-stündige Führung, die weiter in die dunkeln Tiefen der Höhle führt. Man wird mit Helm und Lampe ausgestattet, muss in möglichst alten Klamotten klettern, krabbeln und sich so richtig dreckig machen. Das sollte ein Spaß sein! Mein nächster Besuch dort wird definitiv eine Adventure Caving Tour beinhalten.

Weiter ging es zum Flinders Chase National Park, wo sich die bekannten Remarkable Rocks, eine bizarre, von Wind und Wasser ausgewaschene Sandsteinformation, sowie Admiral's Arch, eine bogenförmige Grotte, die als Seehundkolonie dient, befinden. Es war so windig, dass ich das Gefühl hatte, an den Remarkable Rocks, dem Wahrzeichen der Insel, vom Wind davongetragen zu werden. Auch wenn der Name "Remarkable Rocks" auf den ersten Blick einfallslos erscheint, so ist er doch treffend. Denn wenn die Felsformationen etwas sind, dann auf jeden Fall bemerkenswert und definitiv einen Besuch wert. Die Aussicht dort oben ist atemberaubend und muss bei schönem Sommerwetter noch bombastischer sein, wenn die Rot- und Blautöne von Felsen und Meer noch deutlicher zu Tage treten. Oder bei Sonnenuntergang?!?

Von großen Touristenmassen blieb ich am Samstag wohl aus zwei Gründen verschont: zum einen war das Wetter denkbar schlecht (starke Windböen, immer wieder Schauer, recht kühl), zum anderen aber fand das Footy-Finale zwischen Port Adelaide und Geelong statt. Das ist in etwa so als würde bei uns zu Hause gerade der Meistertitel in der Bundesliga ausgespielt. Geelong hat Adelaide in Grund und Boden gespielt, was für die Laune vieler Inselbewohner nicht gerade zuträglich war. Am Abend im Restaurant zum 50. Geburtstag von Couch's Vater, auf dem ich auch gleich eingeladen war, sollte ich noch so einige lange Gesichter sehen.

Wie auch immer, bedingt durch die Kombination aus Wetter und Footygame hatte ich wirklich Glück, dass ich am Admiral's Arch eine ausgezeichnete Sicht auf die Seehundkolonie hatte und sich nicht, wie sonst häufiger mal der Fall, Touristenmassen vor die Kamera drängen und man weder richtig was sehen geschweige denn Fotos machen kann, auf denen nicht wieder irgendein Schädel von nem dahergelaufenen Touri zu sehen ist.
Allerdings hat dort der Wind so sehr gepfiffen, dass ich irgendwann nicht mehr unterscheiden konnte, ob das Wasser, das mir ins Gesicht prasselte, Regen oder Meerwasser war. Meine Kamera ist auch entsprechend nass geworden, so dass unzählige Tropfen die Bilder verregneten. Dennoch könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen wie sehr es einen umhauen muss, wenn man das große Glück hat, in einer solchen Höhle zu stehen und aufs Meer zu schauen. Kein Wunder, dass die Seehunde sich ausgerechnet diesen Platz als Versteck ausgesucht haben. Wer kann ihnen das verdenken?

Kangaroo Island, 1. Tag - von unbefestigten Straßen und Seelöwen

Ist man erst einmal mit dem Auto auf Kangaroo Island unterwegs, stellt man fest, dass diese Insel wirklich recht groß ist. KI, wie Kangaroo Island von den mundfaulen Australiern genannt wird, ist 145 km lang und zwischen 900 m und 57 km breit. Nur wenige Straßen sind dort geteert, so etwa die Hauptverbindung von Ost nach West und kleinere Straßen in Richtung Flughafen und Fähre. Ansonsten sind die Straßen unbefestigt, führen durch eine sehr hügelige Landschaft und man hat zwischendurch schon das Gefühl, eine Rallye zu fahren. Man hat dieses uraustralische Gefühl unendlicher Freiheit. Die rote Erde unter sich und gleichzeitig nie wirklich weit vom Strand entfernt zu sein, kann schon für Euphorie sorgen. Dazu kommt, dass die Insel von Tieren nur so wimmelt: Koalas sitzen faul in Eukalyptusbäumen herum, Wallabies hüpfen vorbei, Echnidnas suchen sich kurz vor Sonnenuntergang Nahrung und stromern am Straßenrand herum und es gibt Seelöwen, Seehunde und überhaupt gaaaanz viel Natur zu entdecken.

Für Freitag hatte ich mir vorgenommen, ein wenig über die Insel zu fahren um zum einen ein Gefühl für den Linksverkehr zu entwickeln, zum anderen aber um der Rennfahrerseele, die in meinem Innern schlummert, bei der ein oder anderen Rutschpartie auf den Schotterstraßen Genüge zu tun. Zusätzlich stand Seal Bay Conservation Park, der erste Nationalpark für dieses Wochenende, auf dem Programm. Es handelt sich hierbei um einen Traumstrand an der Südküste der Insel, auf dem sich ca. 500 Seelöwen niedergelassen haben. Sie stehen unter Artenschutz und man kann sich ihnen entweder über einen Holzsteg nähern oder sich für eine geführte Tour direkt am Strand anmelden. So wird sichergestellt, dass die Menschen den Seelöwen nicht zu nahe kommen und diese sich ungestört vermehren können. Ich habe mich für die geführte Tour entschieden und keine Sekunde bereut, denn ich bin den Tieren wirklich bis auf 3-5m nahe gekommen! Den Steg kann man dann trotzdem noch entlangwandern, es ist aber schon schöner, aus nächster Nähe zu sehen wie sich die Tiere am Strand tummeln oder sich, wie in meinem Fall, schutzsuchend in den Dünen verschanzen um dem starken Wind zu entkommen. Nur vereinzelt waren die Tiere unterwegs. Die Mehrheit lag faul herum, aber auch das war toll zu beobachten.

Eh ich mich versah, war es auch schon 16h und damit Zeit für mich, Leah und Couch auf ihrer Farm in der Coopers Rd zu treffen. Es gab noch so viel für mich zu entdecken, aber das musste bis zum nächsten Tag warten. Ich machte mich auf den Weg über diverse Schotterstraßen und entdeckte mehrere Echidnas und ein Känguru, das sich im Rahmen eines Attentatversuchs vor mein Auto werfen wollte. ABER nicht mit mir, mate! Ich hab schon langsam gebremst und stand, bevor es sich oder mir bzw. meinem Auto schaden konnte. Es stand dann ne Weile vor meiner Motorhaube und starrte mich leicht dümmlich an - ich habe wahrscheinlich nicht minder blöd zurückgeglotzt und erst viel zu spät reagiert um die Kamera herauszuholen... Da war der Kamerad schon fast wieder in den Büschen verschwunden, war aber so freundlich noch mal fürs Foto in meine Richtung zu schauen.

Flug nach Kangaroo Island

Von Adelaide aus gehen mehrfach täglich Flüge nach Kangaroo Island, die drittgrößte Insel Australiens, die etwa 110 km südlich von Adelaide liegt. Sie ist in weiten Teilen landschaftlich geprägt, wobei Wein, Honig, Wolle, Fleisch und Getreide hier die wichtigste Rolle spielen. Bemerkenswert ist, dass weit über die Hälfte der Insel ihre Usprungsvegetation bewahrt hat und sogar für mehr als 1/3 der Inselfläche Nationalparks und Schutzgebiete ausgewiesen sind. Kangaroo Island gehört zu den Lieblingsurlaubzielen der Australier und das, wie ich nun selbst bestätigen kann, völlig zurecht.
Doch nun zu meinem Flug: Die Flugzeuge sind recht kleine Propellermaschinen, die etwa 30 Personen fassen. Mein Flug war lange nicht ausgebucht und wir waren zu acht auf diesem recht unruhigen Flug. Unruhig deshalb, weil es am Donnerstag stark stürmte und die Maschine daraufhin vom Wind entsprechend hin- und hergetragen wurde. Da ich aber ein großer Freund von Achterbahnen bin, machte mir das wenig aus... Zur Sicherheit lagen ja auch immer noch Kotztüten aus :-)

Nach etwa 25 Minuten Flug oder besser Rumpelei bin ich auf dem Flughafen außerhalb von Kingscote gelandet, wo mich gleich mein neues lilafarbenes Auto erwartete. Was ein Service! So konnte ich gleich nach Kingscote fahren, Tracy, der Vorbesitzerin, den Empfang des Autos bestätigen und mich auch gleich noch mit Leah treffen. Leah ist Nikki's Cousine, bei der ich ab Freitag übernachten würde. Für die erste Nacht jedoch hatte ich ein Zimmer in einem Motel gebucht, was mir sehr gelegen kam, da ich so zumindest die Chance hatte, mein Schlafdefizit aufzuholen. Leah malte mir auf einer Karte gleich auf, wo genau sie auf der Insel wohnte und ich versprach, sie am nächsten Tag gegen 17h dort zu treffen.

Eigentlich war mein Plan, mir gleich die nötige "permit" zur Überführung des südaustralischen Autos nach Victoria zu besorgen, aber die Polizeistation in Kingscote schließt bereits um 12:30, weshalb ich dieses Vorhaben auf Freitag verschieben musste... Solche Arbeitszeiten wünscht man sich - als Inselpolizist hat man sie offenbar. Auf Kangaroo Island leben etwa 4250 Menschen, 1200 davon in Kingscote. Da kommt man wohl mit diesen Arbeitszeiten aus.

Den Rest des Tages habe ich damit verbracht durch Kingscote zu stromern, was schnell getan ist, da es nur aus einer Hauptstraße und einem Bottleshop besteht. Letzeren habe ich mir dann auch gleich mal genauer angesehen und für Leah und ihren Freund "Couch" jeweils eine Flasche Rotwein gekauft. Ich habe mir dann auch gleich noch eine gegönnt und habe mich mit dem einsetzenden Regen auf mein Zimmer verdrückt, um die Simpsons und Futurama bei einem guten Glas Rotwein zu genießen.

Donnerstag, 27. September 2007

Begegnung der 3. Art in Adelaide

Nach meiner 5,5-stuendigen Busfahrt von Horsham nach Adelaide habe ich schoen in einem Hostel eingecheckt und war sehr erfreut zu hoeren, dass in meinem 6er-Zimmer bisher nur eine Person schlief. Da ich abends kurz vor Bueroschluss eincheckte, wuerde es also auch dabei bleiben. So weit, so gut. Dann aber kam ich in mein Zimmer und musste feststellen, dass es offenbar jemand verdammt gut mit mir meint. Es gibt ja viele Kreaturen, die auf dieser unserer Erde wandeln und es gibt da jemanden, der der Meinung ist, dass ich sie, wenn nicht alle, dann doch zumindest die TOP 100 treffen sollte. Da sass es nun auf seinem Bett, das Gremlin, und verspeiste ein komplettes Brathaehnchen - gerade frisch bei Coles erbeutet. Das ganze Zimmer hat gestunken wie Sau, das Gremlin hat das Huhn zerpflueckt wie ne Hyaene eine tote Antilope und dazu kam noch, dass sie mir aus verschiedenen Gruenden Angst machte: sie sah aus wie Kathy Bates in Misery, war mindestens genauso freundlich wie die Gruseltante im Film, schmatzte dabei ihr Haehnchen und zwang mir ein Gespraech auf. Dazu hatte sie ihr am Vortag bezogenes Zimmer schon mit diversene asiatischen, goldenglitzernden batteriebetriebenen Winkekatzen dekoriert, die Glueck bringen sollen, und erzaehlte mir irgendwas von ner Knieoperation. Ich musste spontan ins Kino gehen... Als ich dann zurueckkam, hatte ich die Hoffnung, es wuerde schlafen - weit gefehlt, es sass im Bett, freute sich ueber meine Rueckkehr, hoerte laut Musik und rieb sich ihr kuerzlich operiertes Knie mit stinkigem Tigerbalsam ein. Als ich dann meinte, ich wuerde gerne schlafen, fragte sie, ob sie die Musik laufen lassen koennte. Meine Spontanreaktion war ein "natuerlich nicht", als ich aber genauer nachdachte - und zwar ueber den Strassenlaerm und die Tatsache dass die Gute extremes Uebergewicht hat und deshalb vermutlich schnarchen wuerde - habe ich mich anders entschieden und bin zum Klang von "Blue Eyes" eingeschlafen...Vorerst! Dann wurde meine boese Vorahnung wahr und es fing an zu schnarchen, dass ich leider kaum ein Auge zugemacht habe. Warum bleibt mir keine Kreatur dieser Welt erspart? Und warum weiss ich schon wenn ich sie sehe, dass es so enden wird? Ich darf an dieser Stelle noch einmal an meine TOP-Kandidaten als Sitznachbarn im Flugzeug erinnern...es gab da ja den afrikanischen Priester, der den gesammelten Schweiss der letzten Wochen in seinem Sakko bei sich trug, und den total besoffenen Australier, der mir fast auf die Schulter gesabbert hat als er im Sitz neben mir eingeschlafen ist. Man koennte meinen, dass eine gewisse Oberflaechlichkeit dazu fuehrt, Leute in Schubladen zu packen. Aber bei so vielen stimmt es leider - und dieses Gremlin war wieder ein Beispiel dafuer. Damit das heute nicht wieder passiert und ich auch mal ne Muetze Schlaf bekomme, habe ich mir auf Kangaroo Island mal direkt ein Einzelzimmer gebucht.
Nun aber zurueck zur kurzen und recht anstrengenden Nacht: es schnarchte was das Zeug hielt, ich konnte nicht schlafen und hatte anfangs sogar noch Sorgen um Gremlin's Gesundheit. Jeder Atemzug verursachte ein Geraeusch und spannenderweise war jedes Geraeusch anders. Manche klangen wie ein Verschlucken kurz vor Brechreiz, andere klangen nach Atemnot, manche nach Wuergereflex, aber was alle Geraeusche gemeinsam hatten: sie waren in erster Linie laut. Als ich also sicher sein konnte, dass es nicht sterben wuerde, weil die Geraeusche sich hartnaeckig hielten und andauerten, hatte ich Zeit mich aufzuregen, dass solche Schnarcher sich zum Wohle der Menschheit sich nicht einfach ein Einzelzimmer buchen. Was Schlafentzug nicht alles bewirkt...irgendwann dachte ich sogar, es waere auch nicht schlimm wenn sie an ihrer bloeden Schnarcherei erstickt - dann kann ich wenigstens in Ruhe schlafen. Wie schaebig ist dieser Gedankengang bitte? Aber ich habe ihn gedacht und das sogar mehrfach - und richtig schlecht fuehle ich mich nicht deshalb, sondern weil ich verdammt muede bin, um ehrlich zu sein. Irgendwann habe ich mir dann meinen Mp3-Player auf die Ohren geschnallt und musste ihn sogar so laut stellen dass ich davon schon wieder Ohrenschmerzen bekommen habe. Auch scheisse also...
Der Kampf mit dem Gremlin hat dann heute ganz frueh ein Ende gefunden, als ich in meine schimmelige Dusche gestiegen bin um mich einer Grundreinigung zu unterziehen. Aber wer hat nach einer solchen Nacht noch Energie sich ueber Schimmelpilze aufzuregen? Ich jedenfalls nicht...
So, ab geht es in den Bus zum Flughafen und dann weiter mit dem Flieger nach KI, wo mein Auto am Flughafen auf mich wartet...Wie cool ist das bitte??? Ich werde dann heute und morgen die Insel auf eigene Faust erkunden und darf dann das Wochenende mit Nikki's Cousine Leah und ihrem Freund Ryan verbringen und sogar bei denen uebernachten, was mal wieder so typisch australisch ist. Die kennen mich zwar nur vom Sehen (von der Hochzeit), aber ich bin eine Freundin der Cousine, also bin ich willkommen...Schoen unkompliziert und gleich Kontakt zu Einheimischen, die mich sicher noch rumfuehren werden. Was kann man sich noch wuenschen?

Dienstag, 25. September 2007

Spontaner Trip nach Kangaroo Island, SA


Mission Autokauf so gut wie erfüllt! Die Freundin von Nikki's Cousin verkauft ihr Auto. Es hat Servolenkung und Klimaanlage, alles andere war mir egal, solange das Auto zuverlässig und nicht zu teuer ist. Und jetzt kriege ich eins für umgerechnet 1600€. Was ein Glück... Dadurch, dass das Auto aus der Familie kommt, kann ich mir sicher sein, dass es auch wirklich zuverlässig ist. Nikki's Vater wusste davon, hat gleich für mich dort angerufen und jetzt fahre ich morgen spontan mit dem Bus nach Adelaide, nehme dann am Donnerstag das Flugzeug nach Kangaroo Island, kaufe den Wagen, bleibe wohl ein paar Tage bei Nikki's Familie und schaue mir die Insel an, um dann Montag oder Dienstag - je nach Wetter und Laune - mit meinem neuen Auto zurück nach Victoria zu fahren. Wie schnell ging das bitte? Und dass ich praktischerweise auch gleich noch einen Kurzurlaub auf Kangaroo Island machen kann, ist mir natürlich ein sehr willkommenes Add-on. Wenn ich weiterhin so viel Glück habe, habe ich sicher bald auch einen Job... Kaum zu fassen.

Das bedeutet für Euch: ich bin die nächsten 5 oder 6 Tage ausschließlich über mein australisches Handy erreichbar. Ob ich Internetzugang haben werde, weiß ich noch nicht. Mein Laptop bleibt auf jeden Fall bei Peter und Nikki.

Coole Spontanaktion, ich geh mal schnell packen.

Montag, 24. September 2007

PJ's Party

Wow, was ein typisch australisches Wochenende! Am Samstag hat Peter seinen 30. Geburtstag gefeiert. Schon mittags kamen mit Nikki's Eltern die ersten Gäste und brachten dann auch noch typisch australisches Mittagessen mit. Es gab Meatpies und Chicken Pies. Wie cool war das bitte?!? Die übrigen Gäste liefen irgendwann zwischen 19 und 20h ein...
Trotz der Kühle nachts haben wir eine richtige australische Schuppenparty steigen lassen - mit Lagerfeuer, Gitarrenmusik und allem drum und dran. Es war eine BYO-Party, in diesem Fall Bring Your Own drinks and chairs, was ich schon allein witzig finde. An BYO drinks bin ich ja schon längst gewöhnt, aber eigene Stühle mitzubringen ist schon was außergewöhnliches... Die Leute, die hier übernachtet haben, sind mit Wohnmobilen oder Zelten angereist und haben es sich im Garten gemütlich gemacht.

Alles also ganz relaxt und typisch australisch. Wir haben Rinderwürstchen auf Toast mit Käse und Tomatenketchup gegessen - australisches BBQ eben. Dann hatten wir eine schöne Ghettotonne, in der wir unser Lagerfeuer hatten, und da ja nicht nur Licht, sondern auch Wärme die Leute magisch anzieht, haben über kurz oder lang die etwa 20 Leute auf ihren mitgebrachten Stühlen rund ums Lagerfeuer gesessen. Bis dahin gab es Musik vom ipod, dann aber holte Pete seine Gitarre raus, fing an zu spielen und irgendwann dann hat sich auch sein Kumpel Darryl, der in einer Band spielt und eine unglaubliche Stimme hat, dazu hinreißen lassen, uns zu unterhalten. Also hatten wir richtige Lagerfeuerstimmung... Wunderbar! Ich hatte natürlich meinen guten Freund Bundy am Start und habe darüber hinaus viele nette Australier kennengelernt. Das Foto oben zeigt Nikki und Annie, eine Arbeitskollegin von Peter und Freundin der beiden. Sie ist besonders witzig. Ansonsten war das halbe Dorf hier und natürlich der Tennisclub sowie die Familien von Peter und Nikki. Peters Schwestern mit insgesamt 6 Kindern sind von hier aus gleich zum Camping in den Grampians aufgebrochen, Nikki's Eltern sind auch heute noch da - dann lohnt sich der Weg wenigstens. Sie wohnen auf einer Farm weiter nördlich und wir werden sie in der nächsten Zeit dort mal besuchen fahren. Neue Geschichten sind also vorprogrammiert.
Der Morgen nach der Party war genauso entspannt wie die Party selbst. Es gab Speck und Eier, die wir draußen auf dem Grill zubereitet haben und der ein oder andere (in diesem Fall Nikki's Vater) hat sich Bagels über dem offenen Feuer getoastet.
Mit dem Wetter hatten wir im Grunde auch Glück. Es wird tagsüber nun schon richtig warm und die Sonne ist schon stark genug, dass man sich ordentlich den Pelz verbrennen kann, wenn man nicht aufpasst. Die Kühle nachts wird sicherlich auch bald vorüber sein.

Donnerstag, 20. September 2007

Es ist Frühling...




Alles grünt und blüht, es wird von Tag zu Tag wärmer und ich
freue mich auf den Sommer...

Da macht es doch gleich Spaß in den Garten zu gehen und Blumen zu fotografieren!

Schickt mir doch mal Herbstbilder. Schöne bunte Blättersammlungen wären toll...