Das hatte ich ja fast vergessen zu erwähnen! Die Agentur hat es dann doch endlich geschafft mal jemanden vorbeizuschicken, der sich um unsere 12 Reparaturanfragen kümmert. Der arme Tropf hat Ersatzschlüssel in die Hand gedrückt bekommen so dass er während unserer Arbeitszeit in die Wohnung kann um sich selbst ein Bild zu machen. Schön dass die Agentur IMMER so bekloppt ist und nicht nur wenn es um uns geht! Nun hatte der arme Kerl zwar Schlüssel zu unserer Wohnung, aber natürlich wurde das nicht unwichtige Detail vergessen dass es sich bei unserem Gebäude um ein Sicherheitsgebäude handelt und man deshalb auch einen Sicherheitsschlüssel braucht, der natürlich nicht ausgehändigt wurde... Sie hatten ja keinen mehr, weil sie uns 2 Schlüssel geben mussten... Was ein Saftladen! So stand der arme Mensch vor unserer Haustür und konnte nicht hinein, war dann aber so freundlich am Abend noch mal wiederzukommen. So konnten wir ihn reinlassen und ratet was er bei sich trug? Richtig, die Schlüssel zu den Fenstern! Die hatte die Agentur nur vergessen uns zu geben und es offenbar nicht gemerkt. Mein Anruf hat sie auch nicht dazu veranlasst mal darüber nachzudenken und nachzuschauen ob denn noch irgendwo Schlüssel zu unserer Wohnung liegen, die sie uns hätten mitgeben sollen... 4 Wochen wurde das ganze ignoriert... Nun ja, auf jeden Fall haben wir nun die Möglichkeit unsere Fenster zu öffnen und es ist schon ne feine Sache frische Luft in sein Schlafzimmer zu lassen!
Mittwoch, 6. Januar 2010
Freitag, 1. Januar 2010
Silvester in Sydney
Peter und Nikki sind am Silvesternachmittag angereist und haben sich über ihren Sydneyurlaub gefreut wie zwei Kinder. Ich bi
n auch sehr froh dass sie da sind, verstehen wir uns doch immer so gut und mit Charlotte kommen die beiden ja auch super klar.
Auf ging es zu unserer alten Wohnung nach Woolloomooloo. Obwohl es tagsüber noch geregnet hatte und es nach wie vor noch bewölkt ist, sollten wir doch Glück haben und konnten die Silvesternacht auf der Dachterrasse verbringen - Prime Position für das Feuerwerk! Zwar kann
man von dort die Oper nicht sehen, aber doch den größten Teil der Hafenbrücke und natürlich die Skyline, was super ist, weil auch von den Hochhäusern Feuerwerk gezündet wird. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein Feuerwerk in Sydney sehe - eigentlich findet jedes Wochenende eins statt - und es war auch nicht das erste Mal, dass ich das immer besonders gelungene Silvesterfeuerwerk hier sehe, trotzdem stehe ich immer mit offenem Mund da und bin völlig davon in den Bann gezogen. Einfach toll! Schön auch, dass es immer warm ist hier zu Silvester und man sich nicht den Arsch abfriert während man in den Himmel starrt. Wieder alles richtig gemacht...
Nach dem Feuerwerk mussten sich Charlotte und unsere Gäste erst mal einen der berühmten Pies von Harry's reinziehen... Ich habe dankend verzichtet, mir aber dafür Zeit genommen Peter ein bißchen auf den Senkel zu gehen :)
Unsere Wohnung ist nach wie vor nicht vermietet und unsere Nachbarn freuen sich genau wie wir über jede Woche, die sie leersteht - geschieht dem Spinner Recht!!!
Dienstag, 29. Dezember 2009
Wohnungschaos nächster Teil
Klar hat sich die bescheuerte Agentur nicht gerührt und wir haben noch immer keine Schlüssel zu den Fenstern. Wen wundert es auch?!? Eine böse Email später kam dann leider auch nur ein Out Of Office zurück und es sieht daher nicht so aus als würde sich das ganze bald klären. Ich muss also am Ball bleiben und Montag gleich als erstes wieder zum Telefon greifen und nerven, nerven, nerven. Zu allem Übel kommt noch hinzu dass mein Einbauschrank an einer Stelle einen feuchten Teppich hat, so dass mein ganzes Zimmer nett feucht riecht und ich nach der 2. Nacht dort Halsschmerzen hatte. Könnte ich nun lüften, wäre das ganze sicherlich etwas besser, aber alles in allem sieht es so als als müsste der Teppich rausgerissen, die Ursache für die Feuchtigkeit gefunden und alles entsprechend repariert werden und zwar ASAP - je wärmer es wird, desto mehr Bakterien werden sich dort entwickeln. Mittlerweile schlafe ich im Wohnzimmer - sicher ist sicher! Ich habe keinen Bock auf Asthma...
Sonntag, 27. Dezember 2009
Das war's mal wieder...
Meine Güte, die Zeit verging wie im Flug und ehe ich mich versah saß ich schon wieder im Flieger zurück nach Australien. Ich blicke auf einen wunderschönen, wenn auch sehr kurzen Heimaturlaub zurück und freue mich über jeden, den ich in der kurzen Zeit sehen konnte. Gleichzeitig tut es mir um all diejenigen Leid, die ich nicht habe treffen können – aber mehr passte wirklich so gar nicht in meinen Terminkalender...beim nächsten Mal ziehe ich nicht ein paar Tage vorher um und organisiere alles noch etwas besser!
Bei einer Außentemperatur von 25°C am Flughafen in Kuala Lumpur sitzend, nach einem Flug, der in diese Richtung zum Glück nur 11 Stunden und nicht (wie in die Gegenrichtung 14!) gedauert hat, ziehen unendlich viele Bilder vor meinem inneren Auge vorbei und alle sind mit tollen Erinnerungen verbunden. Wie viel Glück kann ein Mensch haben? A
ls hätte Deutschland es geahnt dass ich Schnee irgendwie vermisst habe obwohl ich doch so ein Sonnenkind bin, habe ich doch glatt auch noch ordentlich Schneefall mitbekommen – wenn auch nur für 2 Tage. Aber vor allem der tolle Schneefall am Sonntag, dem Tag als wir in Düsseldorf auf dem Weihnachtsmarkt waren, hat es geschafft dass sich das Rheinland aus dem grauen Winterdriss heraus gehievt und besonders einladend dargestellt hat. Aber egal wie grau und schmuddelig das Wetter sonst auch sein mag, Freunde sind Freunde und Familie ist Familie. Freunde habe ich zwar auch in Sydney, aber natürlich keine so langjährigen und Familie habe ich dort eben gar nicht. Aber so ist das, wenn man sich selbst eine solche Entscheidung ans Bein bindet – ist ja auch keine schlechte, denn während ich hier so sitze und nachdenke, freue ich mich auch schon sehr auf alles, was mich dort erwartet und das sind eben neben dem tollen Wetter, Sand, Strand und Meer auch wieder gute Freunde. Silvester naht und wird u.a. mit Peter und Nikki auf unserer alten Dachterrasse mit Aussicht auf die Harbour Bridge gefeiert. Vorher steht wohl noch Kistenauspacken an... darauf habe ich so gar keine Lust, aber ohne finden die beiden keinen Platz und müssen auf dem Balkon schlafen. Wenn das nicht Ansporn genug ist! Außerdem muss ich mich um Marlies' und Martijns Kaninchen Kobus kümmern, weil die beiden auch über Weihnachten nach Hause geflogen sind. Und natürlich ruft der Strand bei hoffentlich richtig gutem Wetter. Noch vor ein paar Tagen waren weit über 30°, als ich dann aber mit nem Freund in Australien am 1. Weihnachtstag gechattet habe, waren es doch nur noch 20° und Regen... das wäre ja nicht so der tolle Empfang, soll mir aber auch Recht sein, schließlich komme ich abends um 20h an und werde nicht viel mehr machen als mich direkt ins Bett zu schmeißen. Charlotte schlägt erst am Mittwoch wieder auf – also genug Zeit für mich das Gröbste von dem zu erledigen, was sie für mich übrig gelassen hat. Hoffentlich hat sie zumindest angefangen Kisten auszupacken, aber davon gehe ich aus. Schließlich räumt sie grundsätzlich besser auf als ich – nicht dass das schwierig wäre...
Bei einer Außentemperatur von 25°C am Flughafen in Kuala Lumpur sitzend, nach einem Flug, der in diese Richtung zum Glück nur 11 Stunden und nicht (wie in die Gegenrichtung 14!) gedauert hat, ziehen unendlich viele Bilder vor meinem inneren Auge vorbei und alle sind mit tollen Erinnerungen verbunden. Wie viel Glück kann ein Mensch haben? A
Freitag, 25. Dezember 2009
Fast vorbei...
...mein Deutschlandurlaub neigt sich dem Ende zu. Sehr, sehr schade - ich habe die Zeit hier sehr genossen und einige Freunde treffen können. Leider bei weitem nicht alle, die mir lieb und wichtig sind. Wie man es macht, macht man es verkehrt. Weihnachten gibt mir aber wenigstens die Gelegenheit viel Zeit mit Jens und Mama zu verbringen, was mich sehr freut. Jetzt geht's erst mal auf zur Oma...
Fotos von der Wohnung
Auf vielfachen Wunsch hier nun endlich die Fotos unserer neuen Wohnung in Coogee. Warum ich ausgerechnet am 1. Weihnachtstag, den ich in Deutschland feiere, daran denke die Fotos zu posten weiß der Henker... Nun denn - an dieser Stelle schon mal Frohe Weihnachten Euch allen!!
Dienstag, 15. Dezember 2009
Endlich wieder Heimaturlaub
...vielleicht kam der Heimaturlaub auch etwas plötzlich, schließlich stehen die Umzugskisten noch immer unausgepackt im Wohnzimmer in Coogee herum, aber wen stört's? Solange Charlotte damit leben kann...sie ist ja diejenige, die die Kisten noch eine Woche ertragen muss während ich schon lange in Deutschland bin und Urlaub bei meiner Familie und meinen Freunden mache. Gut dass mein Koffer schon vor dem Umzug gepackt war – sonst hätte ich mit 100% Sicherheit NICHTS von dem gefunden, was ich gebraucht hätte.
Der Flug war mal wieder unnötig lang – erst wenn man über 20 Stunden im Flieger sitzt wird einem bewusst wie fern Australien eigentlich ist...dann, und wenn man sich die australischen Nachrichten im Fernsehen ansieht, aber das ist eine andere Geschichte. Auf den Rückflug freue ich mich schon mal definitiv nicht!
Der achtstündige Flug von Sydney nach Kuala Lumpur ging eigentlich ganz fix vorüber, in Kuala Lumpur dann habe ich mich am Flughafen in Malaysia ausgestreckt und ein wenig geschlafen, was auch ganz gut funktionierte bis sich die ersten grauen deutschen Nörgelfressen am Gate 24 einfanden – vorneweg Anja, die sich radebrechender weise mit einem Neuseeländer unterhielt... Doch halt, Unterhaltung kann man das nicht wirklich nennen, weil sie nämlich redete und er zuhören musste, obwohl er kein Wort verstand von dem, was sie da mitzuteilen hatte. Sobald er dann seinen Beitrag zur Unterhaltung leisten wollte, unterbrach sie ihn und blubberte weiter unverständliches Denglisch. Ganz unterhaltsam für mich und es war auf jeden Fall das Opfer wert dass ich nicht pennen konnte – das war mal wieder Muppetshow von der Loge aus und zwar von der allerfeinsten Sorte!
Der nicht enden wollende Flug von Kuala Lumpur nach Frankfurt hat mir dann doch einiges abverlangt, auch wenn ich sicherlich mehr geschlafen habe als ich hätte erwarten können. Von den insgesamt knapp 14 Stunden habe ich locker 8 geschlafen, sehr zum Leidwesen des armen Holländers, der zwischen mit und dem Fenster eingekesselt war. Selbst schuld – schließlich wäre der Fensterplatz meiner gewesen, aber er saß da schon als ich ins Flugzeug stieg und weil ich keinen Bock auf Diskussion hatte, habe ich ihm den Platz gelassen. Es sieht so aus, als müsste er seine Wahl langfristig mit Blasenkrebs bezahlen... Das Leben ist eben doch irgendwie fair!
Endlich in Frankfurt angekommen, hat sich mir das nächste herrliche Schauspiel am Gepäckband geboten. Typisch deutsch wurden wieder sämtliche Koffertrolleys gekapert als wäre es das letzte, was man im Leben noch zu tun hätte bevor man stirbt: Mission Trolley... Kaum erfolgreich Beute gemacht, stellt der gute Deutsche seinen Trolley dann so nah wie möglich an das Gepäckband um den Leuten, die dahinter stehen, auch möglichst wenig Raum zu geben, an die Koffer zu kommen. Isolieren, abkapseln und Stellung halten...das scheint hier irgendwie im Blut zu liegen. Das Gepäckband war umlagert wie eine Festung und die Menschen in der zweiten oder dritten Reihe haben ihre Koffer sicher hilflos das ein oder andere Mal vorbeifahren sehen ohne die Möglichkeit zu haben auch nur ansatzweise danach greifen zu können – klar, weil die Damen und Herren in der ersten Reihe natürlich vom Schicksal mal wieder verarscht wurden und ewig auf ihr Gepäck warten durften... herrlich! Da auch ich in einer der hinteren Reihen stand, weil ich diese Eigenart neben der 'wir reservieren Liegen am Pool gerne mal um 6h morgens mit unserem Handtuch'-Einstellung komplett ausgeblendet und somit nicht vorhergesehen geschweige denn eine Gegenstrategie entwickelt hatte, sah auch ich meinen Koffer vorbeiziehen. Das Schauspiel habe ich allerdings sehr genossen und ich glaube, es wäre auch einfach langweilig gewesen hätte ich den Koffer ohne Hindernisse gleich greifen können...Nachdem sich dann irgendwann die erste Reihe gelichtet hatte und die Panzer abgezogen waren, kam ich durch und konnte meinen mittlerweile schon an Drehschwindel leidenden Koffer an mich nehmen. Schnell durch den Zoll – nix zu verzollen diesmal – und schon stand mein Bruder am Ausgang! Wie glücklich bin ich dass ich um 6h morgens in Frankfurt von meinem Bruder abgeholt werde! Es war so unbeschreiblich schön ihn endlich wiederzusehen und den Vormittag mit ihm und Andrea in Karlsruhe zu verbringen bevor wir dann an den Niederrhein hochgefahren sind, wo Mama und Momo auf uns warteten. Auf dem Weg haben wir, weil Pe Geburtstag hatte, noch kurz in Köln gehalten und mit nem Sekt auf die nächsten 100 Lebensjahre angestoßen. Auch schön!
Gegen Abend dann kamen wir endlich auf dem Orsoyerberg an – schön Mama und Momo wiederzusehen! Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und kommt so unvorhergesehen – ich war überwältigt, auch wenn ich knatschkaputt war und an nicht viel mehr als schlafen denken konnte. Schön wieder in dem Haus zu sein, in dem ich aufgewachsen bin, in meinem alten Kinderzimmer in meiner Lieblingsbettwäsche zu schlafen, das sich noch immer wie zu Hause anfühlt, mit meiner Familie bei nem Glas Prosecco im Wohnzimmer zu sitzen, ne Pizza aus Budberg zu essen wie in alten Zeiten und einfach das Gefühl zu genießen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – wenn auch nur auf Zeit.
Momo hatte ich ja nun schon fast 1.5 Jahre lang nicht mehr gesehen und sie ist wirklich sehr alt geworden... Wenn ich Pech habe, wird diese unsere Begegnung die letzte sein und darüber darf ich gar nicht nachdenken, weil es mich so unendlich traurig macht. Nun sitze ich mit meinem Jetlag morgens um 7h wach im Bett, tippe diese Zeilen und höre wie sie wild bellt, weil sie draußen wieder irgendetwas gehört hat. Wie leer wird dieses Haus eines Tages sein... Traurig, so traurig dass mir die Tränen kommen! Mein Gott, wie melancholisch – Quintessenz: ICH FREUE MICH RIESIG WIEDER HIER ZU SEIN und würde gerne öfter heimkommen... Fühlt sich einfach irgendwie richtig an... Ich freue mich auf alle meine Freunde, die ich in den nächsten 2 Wochen werde treffen würden und bin unendlich dankbar dass mein Leben so ist wie es ist. Schwein gehabt! So, nun kann ich mich selbstzufrieden wieder hinlegen und versuchen noch ne Stunde zu pennen...
Der Flug war mal wieder unnötig lang – erst wenn man über 20 Stunden im Flieger sitzt wird einem bewusst wie fern Australien eigentlich ist...dann, und wenn man sich die australischen Nachrichten im Fernsehen ansieht, aber das ist eine andere Geschichte. Auf den Rückflug freue ich mich schon mal definitiv nicht!
Der achtstündige Flug von Sydney nach Kuala Lumpur ging eigentlich ganz fix vorüber, in Kuala Lumpur dann habe ich mich am Flughafen in Malaysia ausgestreckt und ein wenig geschlafen, was auch ganz gut funktionierte bis sich die ersten grauen deutschen Nörgelfressen am Gate 24 einfanden – vorneweg Anja, die sich radebrechender weise mit einem Neuseeländer unterhielt... Doch halt, Unterhaltung kann man das nicht wirklich nennen, weil sie nämlich redete und er zuhören musste, obwohl er kein Wort verstand von dem, was sie da mitzuteilen hatte. Sobald er dann seinen Beitrag zur Unterhaltung leisten wollte, unterbrach sie ihn und blubberte weiter unverständliches Denglisch. Ganz unterhaltsam für mich und es war auf jeden Fall das Opfer wert dass ich nicht pennen konnte – das war mal wieder Muppetshow von der Loge aus und zwar von der allerfeinsten Sorte!
Der nicht enden wollende Flug von Kuala Lumpur nach Frankfurt hat mir dann doch einiges abverlangt, auch wenn ich sicherlich mehr geschlafen habe als ich hätte erwarten können. Von den insgesamt knapp 14 Stunden habe ich locker 8 geschlafen, sehr zum Leidwesen des armen Holländers, der zwischen mit und dem Fenster eingekesselt war. Selbst schuld – schließlich wäre der Fensterplatz meiner gewesen, aber er saß da schon als ich ins Flugzeug stieg und weil ich keinen Bock auf Diskussion hatte, habe ich ihm den Platz gelassen. Es sieht so aus, als müsste er seine Wahl langfristig mit Blasenkrebs bezahlen... Das Leben ist eben doch irgendwie fair!
Endlich in Frankfurt angekommen, hat sich mir das nächste herrliche Schauspiel am Gepäckband geboten. Typisch deutsch wurden wieder sämtliche Koffertrolleys gekapert als wäre es das letzte, was man im Leben noch zu tun hätte bevor man stirbt: Mission Trolley... Kaum erfolgreich Beute gemacht, stellt der gute Deutsche seinen Trolley dann so nah wie möglich an das Gepäckband um den Leuten, die dahinter stehen, auch möglichst wenig Raum zu geben, an die Koffer zu kommen. Isolieren, abkapseln und Stellung halten...das scheint hier irgendwie im Blut zu liegen. Das Gepäckband war umlagert wie eine Festung und die Menschen in der zweiten oder dritten Reihe haben ihre Koffer sicher hilflos das ein oder andere Mal vorbeifahren sehen ohne die Möglichkeit zu haben auch nur ansatzweise danach greifen zu können – klar, weil die Damen und Herren in der ersten Reihe natürlich vom Schicksal mal wieder verarscht wurden und ewig auf ihr Gepäck warten durften... herrlich! Da auch ich in einer der hinteren Reihen stand, weil ich diese Eigenart neben der 'wir reservieren Liegen am Pool gerne mal um 6h morgens mit unserem Handtuch'-Einstellung komplett ausgeblendet und somit nicht vorhergesehen geschweige denn eine Gegenstrategie entwickelt hatte, sah auch ich meinen Koffer vorbeiziehen. Das Schauspiel habe ich allerdings sehr genossen und ich glaube, es wäre auch einfach langweilig gewesen hätte ich den Koffer ohne Hindernisse gleich greifen können...Nachdem sich dann irgendwann die erste Reihe gelichtet hatte und die Panzer abgezogen waren, kam ich durch und konnte meinen mittlerweile schon an Drehschwindel leidenden Koffer an mich nehmen. Schnell durch den Zoll – nix zu verzollen diesmal – und schon stand mein Bruder am Ausgang! Wie glücklich bin ich dass ich um 6h morgens in Frankfurt von meinem Bruder abgeholt werde! Es war so unbeschreiblich schön ihn endlich wiederzusehen und den Vormittag mit ihm und Andrea in Karlsruhe zu verbringen bevor wir dann an den Niederrhein hochgefahren sind, wo Mama und Momo auf uns warteten. Auf dem Weg haben wir, weil Pe Geburtstag hatte, noch kurz in Köln gehalten und mit nem Sekt auf die nächsten 100 Lebensjahre angestoßen. Auch schön!
Gegen Abend dann kamen wir endlich auf dem Orsoyerberg an – schön Mama und Momo wiederzusehen! Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und kommt so unvorhergesehen – ich war überwältigt, auch wenn ich knatschkaputt war und an nicht viel mehr als schlafen denken konnte. Schön wieder in dem Haus zu sein, in dem ich aufgewachsen bin, in meinem alten Kinderzimmer in meiner Lieblingsbettwäsche zu schlafen, das sich noch immer wie zu Hause anfühlt, mit meiner Familie bei nem Glas Prosecco im Wohnzimmer zu sitzen, ne Pizza aus Budberg zu essen wie in alten Zeiten und einfach das Gefühl zu genießen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – wenn auch nur auf Zeit.
Momo hatte ich ja nun schon fast 1.5 Jahre lang nicht mehr gesehen und sie ist wirklich sehr alt geworden... Wenn ich Pech habe, wird diese unsere Begegnung die letzte sein und darüber darf ich gar nicht nachdenken, weil es mich so unendlich traurig macht. Nun sitze ich mit meinem Jetlag morgens um 7h wach im Bett, tippe diese Zeilen und höre wie sie wild bellt, weil sie draußen wieder irgendetwas gehört hat. Wie leer wird dieses Haus eines Tages sein... Traurig, so traurig dass mir die Tränen kommen! Mein Gott, wie melancholisch – Quintessenz: ICH FREUE MICH RIESIG WIEDER HIER ZU SEIN und würde gerne öfter heimkommen... Fühlt sich einfach irgendwie richtig an... Ich freue mich auf alle meine Freunde, die ich in den nächsten 2 Wochen werde treffen würden und bin unendlich dankbar dass mein Leben so ist wie es ist. Schwein gehabt! So, nun kann ich mich selbstzufrieden wieder hinlegen und versuchen noch ne Stunde zu pennen...
Abonnieren
Posts (Atom)
